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Erst posen, dann kontrollieren: Im Széchenyi-Bad gehört die Selbstinszenierung fast so selbstverständlich dazu wie das Thermalwasser.

Eigentlich will ich in Budapest Thermalbäder testen. Dann werde ich krank. Als ich mich wieder vor die Tür wage, helfen warmes Wasser, Nachos und ein paar zufällige Begegnungen beim Zurückfinden in die Stadt.

Es sind bloss 300 Kilometer von Zagreb nach Budapest. Der Zug braucht trotzdem so lange, dass ich mich an meine Interrail-Reisen Anfang der 1990er-Jahre erinnert fühle. Alles voller junger Leute. Bei jedem Halt steigen drei Deutsche aus, um zu rauchen. 

Unterwegs schreibe ich Kinga. Sie wurde in Ungarn geboren und verliess das Land als Neunjährige mit ihren Eltern. Ich frage sie nach Tipps für Budapest. Keine Stunden später schickt sie mir die Klassiker: das Burgviertel von Buda, die Kettenbrücke, das Parlamentsgebäude.

Dann ein Bild: Blaues Wasser, gelbe Mauern: Das Széchenyi-Bad, ein Badepalast.

Die Bäderkultur hatte ich mit Budapest bis dahin nicht verbunden. Ich beginne zu googeln und entdecke eine Stadt voller Thermalquellen und Bäder.

Welches soll man da auswählen? Gar keines? Oder alle?

Meine Fear of missing out meldet sich. Ich beschliesse, jeden Tag ein anderes Bad zu besuchen und am Schluss ein vollkommen subjektives Ranking zu erstellen. Preis, Sauberkeit, Patina, Wohlfühlcharakter und vor allem die Frage: Würde ich wiederkommen?

Dann werde ich krank.

Krank in Budapest: Porridge, Reiseführer und der Plan, möglichst bald wieder ins Thermalbad zu kommen.
Krank in Budapest: Porridge, Reiseführer und der Plan, möglichst bald ins Thermalbad zu kommen.

300 Meter können weit sein

In Budapest empfängt mich Norbert, mein Airbnb-Gastgeber. Bis zu meiner Ankunft bin ich mir nicht einmal sicher, was ich eigentlich gebucht habe: ein Zimmer mit Küche und Bad zur Mitbenutzung oder die ganze Wohnung. Norbert zeigt mir Küche, Bad, Schlafzimmer, zwei kleine Balkone. Alles meins. Er lässt Kaffee und Früchte da und geht.

Draussen sind es noch immer über 33 Grad. In der Nacht schwitze ich so stark, dass ich duschen gehe. Am nächsten Morgen weiss ich: Das war nicht nur die Hitze.

Meine Glieder schmerzen, besonders Hüften, Kreuz und Schultern. Ich bin steif wie ein Brett und so müde, dass selbst der Weg zur Toilette eine Unternehmung wird. Jetzt bin ich froh, die Wohnung für mich zu haben.

Ich ernähre mich von Früchten, Brot und vor allem Porridge. Budapest höre ich hauptsächlich durchs Fenster.

Gegen 23 Uhr schreit draussen eine Frau. Ein Mann versucht sie zu beruhigen. Glas zerbricht. Ich überlege, nachzusehen, ob sie Hilfe braucht, bin aber zu erschöpft und schlafe wieder ein. Um drei Uhr nähert sich das Lachen Jugendlicher, wird lauter und entfernt sich wieder. Kurz nach fünf geht eine Türe. Ein paar Sätze. Vielleicht Menschen auf dem Weg zur Arbeit.

Die Stadt lebt. Ich liege.

Viele Altbauten haben komplizierte Besitzverhältnisse, dazu kommen Denkmalschutz und hohe Sanierungskosten. Einfacher baut es sich auf den ehemaligen Industrieflächen an der Donau.
Sieht bitz aus, wie ich mich fühle. Viele Altbauten haben komplizierte Besitzverhältnisse, dazu kommen Denkmalschutz und hohe Sanierungskosten. Einfacher baut es sich auf den ehemaligen Industrieflächen an der Donau.

Im Reiseführer stosse ich wieder auf die Thermalbäder.

Wie schön wäre es jetzt, denke ich, in warmem Wasser zu liegen. Schwerelos.

Veli Bej: Im Bauch der Stadt

Am nächsten Morgen fühle ich mich etwas besser. Ich fahre noch vor dem ersten Kaffee zum Veli-Bej-Bad. Es liegt in einem Krankenhaus.

Der Empfang hat den Charme eines verwalteten Gebäudes. Eine blonde Frau kassiert meinen Eintritt, knapp 15 Franken. Dass zwei der drei Saunen ausser Betrieb sind und eines der Thermalbecken geschlossen ist, erfahre ich später selbst.

Auch die Umkleide irritiert. Mein von der Empfangsdame zugewiesene Spind befindet sich im Männerbereich.

Die modernen Kabinen haben zwei Türen, die sich durch das Herunterklappen der Sitzbank verriegeln lassen. Dazu braucht man beide Hände. Nur wohin mit Tasche, Kleidern und Schuhen, während man diese kleine Ingenieursaufgabe löst?

Dann betrete ich das alte osmanische Bad.

Und atme tief durch. 

Im Veli-Bej-Bad versteckt sich hinter Krankenhausfluren ein osmanisches Bad aus dem 16. Jahrhundert.
Im Veli-Bej-Bad versteckt sich hinter Krankenhausfluren ein osmanisches Bad aus dem 16. Jahrhundert.

Ockerfarbene Mauern, eine hohe Kuppel, darunter das flache warme Becken. Rundherum kleine Nischen mit unterschiedlich temperiertem Wasser. Ich kann mich nicht sattsehen.

Man schwimmt hier nicht. Man sitzt auf den Stufen, lässt sich ins Wasser sinken, rutscht vielleicht ein wenig herum. 

Ich setze mich ins warme Wasser. Nach einer Weile merke ich, wie sich meine Muskeln etwas entspannen. Erst die Schultern, dann das Kreuz. Nicht vollständig. Aber immerhin. 

Ein Mann schläft beinahe im Wasser

Am nächsten Morgen fahre ich auf die Margareteninsel, die grosse Donauinsel mitten in Budapest. 

Es ist Samstag, kurz nach neun, und Budapest rennt.

Menschen joggen um die Insel, andere fahren Rad. Paare und Familien steigen in den Bus 26, der sie weiter hineinbringt. Ich gehe zu Fuss zum Palatinus-Bad.

Schon der Eingangsbereich verrät, was hier im Hochsommer los sein muss. Mehrere Kassenschalter, Absperrungen für Warteschlangen. Neben den Aussenbecken gibt es Kioske und Bars. Jetzt ist ein Teil davon geschlossen. Immerhin funktionieren die Saunen. Ich frage ausdrücklich nach.

Das Palatinus ist das Gegenteil des Veli Bej. Grosszügig, funktional, stellenweise wunderbar aus der Zeit gefallen. Draussen die weichen Kurven des Margaréta-Beckens mit seinem Springbrunnen, drinnen der geradlinige Bau des Hallenbads aus den 1930er-Jahren.

Im Thermalbecken: Vor mir liegt ein anderer Mann. Sein Kopf lehnt an einer Säule, ich sehe bloss sein Haar. Nach einer Weile kippt der Kopf langsam zur Seite. Ich warte darauf, dass der Rest des Mannes hinterherkippt und er ins Wasser gleitet.

Nichts.

Kurz vor dem kritischen Winkel richtet sich der Kopf wieder auf. Minutenlang geht das so weiter.

Auch meine Muskeln machen Fortschritte. Wärme, Sauna, kaltes Wasser, wieder Wärme. Als ich gegen Mittag hinausgehe, will ich endlich nicht mehr zurück ins Bett. Ich will in die Stadt.

Säulen, Fliesen, klare Linien: Im Palatinus ist der Bauhausstil bis heute sichtbar.
Säulen, Fliesen, klare Linien: Im Palatinus ist der Bauhausstil bis heute sichtbar.

Budapest kommt näher

Ich laufe durchs ehemalige jüdische Viertel. Das Zentrum des internationalen Tourismus. In Ruinenbars und an Streetfood-Ständen verpflegt man sich. In klassischen ungarischen Restaurants wird Gulasch in Brot seriert. Dort gibt es rot karierte Tischtücher, diesem internationalen Zeichen für: Hier ist es traditionell.

Ich habe keine Lust auf Touristenessen und bestelle in einem mexikanischen Street Food-Restaurant deshalb Nachos.

Touristenessen.

Wie ich da so sitze und esse, beobachte ich einen schlafenden Mann auf der anderen Strassenseite. Er liegt auf einer Bank. Nun reckt er sich. Ein hagerer Typ mit Bart. Er guckt in meine Richtung. Später schlurft er über die Strasse. Ich ignoriere ihn zunächst und hoffe, dass er sich jemandem am Nachbartisch zuwendet. Dann steht er schon vor mir und zeigt auf meinen Teller.

Er will kein Geld. Er will mein angebrochenes Essen.

Ich schütte den Rest Guacamole und die Salsa über die Chips und reiche ihm den Teller. Ein Mitarbeiter versucht noch, ihn wegzuschicken, doch ich bin schneller. Der Mann nimmt das Essen und geht.

Kurz darauf stellt mir der Mitarbeiter eine neue Portion hin.

Ich will bezahlen, aber er winkt ab.

Später kaufe ich einen Rubik’s Cube. Die junge Verkäuferin sagt ganz spontan, ich sei ihre erste Kundin heute.

«Poor girl», antworte ich.

Sie lacht, und wir kommen ins Gespräch. Ich erzähle ihr, dass mir diese zufälligen Gespräche in Zagreb häufiger passiert seien als hier. Budapest sei eben eine Grossstadt, meint sie. Auf dem Land seien die Menschen offener und persönlicher als hier. Sie selbst sei im Süden Ungarns aufgewachsen und habe diesen Unterschied auch beobachtet.

Kurz darauf, ich flaniere durch die kleinen Strassen im Stadtzentrum, bittet mich ein junger Mann mit Kippa, ihm eine Türe zu öffnen. Er sagt, er halte Shabbat und dürfe den Türöffner nicht betätigen. Seine Frau und das Baby warten beim Eingang.

Noch schläft der Mann gegenüber. Wenig später möchte er mein Essen.
Noch schläft der Mann gegenüber. Wenig später möchte er mein Essen.

Der Palast

Das berühmteste Bad habe ich mir für den vierten Tag aufgehoben: Das Széchenyi-Bad kostet mich rund 38 Franken. Mehr als doppelt so viel wie meine bisherigen Bäder.

Dafür wird am Eingang gebaut. Metalltreppen führen in einen prachtvollen Innenraum mit schwarz-weiss gefliessten Böden, Säulen und warmen Wandfarben. Die Frau an der Kasse schickt mich zum Ticketautomaten, obwohl vor ihr kein Mensch wartet.

Ich bezahle.

Im ersten Innenhof: ein abgesperrtes Becken. Meine Laune sinkt.

Doch dann beginne ich herumzulaufen. 

Becken folgt auf Becken, Hallen auf Gänge, Treppen auf Treppen. Ich tauche in heisses Wasser, warme, kühle, kaltes. Innen, aussen, oben, unten. Saunen, Dampfräume, Erker, Kuppeln. Irgendwann gebe ich den Versuch auf, zu verstehen, wo ich bin.

Lange Haare müssten eigentlich zusammengebunden werden, bleiben aber offen. Überhaupt gibt es in den Budapester Bädern erstaunlich viele laminierte Vorschriften und eine Gelassenheit ihnen gegenüber.

Am Sonntagabend sind auffallend viele Männergruppen im Bad. Als allein reisende Frau fühle ich mich vollkommen sicher. Menschen sitzen im Wasser, reden. Viele posieren ihre trainierten Körper vor den grossen Aussenbecken. Hier zeigt sich Budapest selbst gern.

Ich beginne den hohen Eintrittspreis ein wenig besser zu verstehen.

Badepalast seit 1913: Der Budapester Architekt Győző Czigler entwarf das Széchenyi-Bad.
Badepalast seit 1913: Der Budapester Architekt Győző Czigler entwarf das Széchenyi-Bad.

Mein Lieblingsbad sieht von aussen unspektakulär aus

Zum Dandár-Bad fahre ich mit dem Klappvelo.

Ich hätte das Bad beinahe ausgelassen, weil mein Gastgeber behauptet, es sei geschlossen. Das Internet behauptet das Gegenteil. Das Internet gewinnt.

Der Eingang ist so unscheinbar, dass ich beinahe daran vorbeifahre. Drinnen ist das Bad klein und vollkommen frei von der Grandezza des Széchenyi. Die Sauna wirkt, als hätte man irgendwann festgestellt, dass noch eine fehlt, und eine Holzkiste in die Badehalle gestellt.

Ich mag das Dandár-Bad sofort.

Hier sitzen Expats neben Einheimische, eine Mutter mit ihrem Sohn. Ein Mann nimmt sein Smartphone mit ins Wasser. Homeoffice im Thermalbad?

Draussen liegt das Becken in der Form von Yin und Yang. Eine Seite wärmer, die andere kühler.

Dort sehe ich ein Paar. Die Frau lehnt nicht einfach an ihm. Sie hat sich regelrecht um ihn geschlungen. Ihr Kopf liegt an seinem Körper, seine Arme halten sie. Irgendwann begreife ich, dass die beiden schlafen. Friedlich. Eng. Vollkommen selbstverständlich.

Ich habe die Ungarn in diesen Tagen in den Bädern beobachtet, weil ich viel Zeit dafür hatte. Draussen erlebe ich sie häufig als zurückhaltend: Auf Fragen gaben sie kaum Auskunft und von sich aus hätte niemand geholfen, wenn jemand ein wenig verloren herumstand. Im Bad reden sie. Es wird gelacht und erzählt. Ich verstehe kein Wort und wollte trotzdem lange zuhören.

Vielleicht sagt ihre vermeintliche Verschlossenheit weniger über die Ungarn aus als über mich: Ich bin die Fremde, die ihre Sprache nicht versteht.

Im Dandár-Bad kommt das Smartphone wie in vielen Budapester Thermalbädern ganz selbstverständlich mit ins Wasser.
Im Dandár-Bad kommt das Smartphone wie in vielen Budapester Thermalbädern ganz selbstverständlich mit ins Wasser.

Zu viel Gespräch

Am letzten Morgen gehe ich ins Lukács-Bad. Wieder ein Labyrinth.

Direkt nach dem Drehkreuz hätte ich zwei Möglichkeiten gehabt. Natürlich nehme ich die falsche und lande im Bereich für Therapien.

Irgendwo müssen doch die Thermalbecken sein.

Ein Mann spricht mich an.

Endlich.

Denn obwohl ich in den vergangenen Tagen dauernd unter Menschen war, ist es mir selten gelungen, mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Der Mann erinnert mich ein wenig an den dänischen Schauspieler Claes Bang und entpuppt sich als internationaler Schachspieler, der in Budapest lebt.

Er zeigt mir den Weg zu den Thermalbecken. Es ist wunderschön.

Dann hört er, dass ich Journalistin bin. Von diesem Moment an redet hauptsächlich er: Über Schach. Über künstliche Intelligenz. Über die Regeln, die er erfunden habe, um KI im Schach auszubremsen. 

Im 40 Grad warmen Wasser spricht er so laut, dass ihn jemand auffordert, leiser zu sein. Er reagiert unwirsch.

Ich verabschiede mich so schnell wie möglich von ihm.

Fünf Bäder später

Mein vollkommen subjektives Ranking steht damit fest:

1. Dandár, 10/10: klein, unkompliziert, wenig touristisch
2. Széchenyi, 9/10: für Architektur und das grosse Budapest-Badeerlebnis
3. Palatinus, 8/10: viel Platz, Sauna und Margareteninsel
4. Lukács, 8/10: schöne Thermalräume, etwas verwinkelt
5. Veli Bej, 6/10: osmanische Atmosphäre, Abstriche beim Betrieb

Das günstigste gewinnt gegen den berühmten Badepalast. So viel zur Wissenschaftlichkeit meines Tests.

Als ich später am Bahnhof auf den Zug nach Bratislava, warte, setze ich mich auf eine Holzbank und beginne zu essen.

Die Frau neben mir sagt etwas auf Ungarisch und schaut dabei auf mein Essen. Ihr Gesichtsausdruck klingt nach «Guten Appetit». «Thank you», antworte ich.

Eine Weile geschieht nichts.

Dann fragt sie, ob ich deutsch spreche? Ich schaue sie mit einem Lächeln an.

Ihre Tochter lebt mit ihrer Familie im Tessin, erzählt sie. Ihr Sohn in Luxemburg. Sie selbst organisiert Reisen nach Ungarn und wartet gerade auf Freunde aus Prag.

Wohin ich fahre? Bratislava.

«Dann nehmen Sie den Zug, aus dem meine Freunde gleich aussteigen werden», sagt sie. Von diesem Moment an schaue ich nicht mehr nur auf die Abfahrtstafel über den Gleisen. Ich schaue auch auf die Ankunftstafel.

Tipps und Links

Budapest bei Nacht

Burgviertel
Am Abend hinauf auf den Burgberg. Der Blick auf das beleuchtete Pest, das Parlament und die Kettenbrücke lohnt sich, auch wenn man nicht allein auf die Idee kommt. Prosecco mitnehmen und geniessen.

Leo Rooftop-Bar und Restaurant
Die etwas schickere Variante zum Prosecco aus dem Rucksack. Rooftop-Bar auf dem Hotel Clark, direkt bei der Kettenbrücke, mit Blick über die Donau. Clark Ádám tér 1., Budapest.
Leo Rooftop-Bar

Kaffee und Gebäck

Milk Café
Ruhiges Quartiercafé in Óbuda mit italienischem Kaffee und Frühstück den ganzen Tag. Eier, Bagels, Salate, dazu Wein und Bier. Bécsi út 1., Budapest.
Milk Café

Csiga Café
Brockenhaus trifft Studentenbeiz und Quartiertreff. Alte Möbel, viele Grünpflanzen, eine Gartenterrasse und Gäste, die arbeiten, plaudern oder lange sitzen bleiben. Vásár utca 2., Budapest.

Még 1 Kifli-t – noch ein Kipferl, bitte!
Handwerksbäckerei am südlichen Stadtrand, versteckt in einem ehemaligen Industriekomplex in Budafok. Alte Fernseher, Schnurtelefone und Plakate prägen die sorgfältig kuratierte Retro-Einrichtung; Spuren der früheren Künstlerateliers sind noch sichtbar. Heute produzieren im Areal auch Start-ups Schokolade und Bier. Nagytétényi út 48–50., Budapest.
Még 1 Kifli-t auf Facebook

Essen

Pierrot – Jazz und ungarische Küche im Burgviertel

1982 als Café Pierrot eröffnet, gehörte es zu den ersten privaten Gastronomiebetrieben im sozialistischen Budapest. Heute gibt es in der ehemaligen Bäckerei aus dem 13. Jahrhundert ungarische Küche, die ich exzellent fand, und abends Pianomusik, auch mit Wunschliedern. Fortuna utca 14., Budapest.
Café und Restaurant Pierrot

Asiatisch für rund zehn Franken
Budapest hat unzählige kleine vietnamesische, chinesische, koreanische und thailändische Restaurants. Oft gibt es für rund zehn Franken ein frisch zubereitetes Essen. Meine Erfahrung: Auf die Google-Bewertungen konnte ich mich erstaunlich gut verlassen.

Museumsperlen

Haus der Musik Ungarn
Empfehlung von Airbnb-Host Norbert. Das 2022 eröffnete Haus des japanischen Architekten Sou Fujimoto lohnt schon wegen seiner Architektur. Die Ausstellungen zu Musik und Klang sind interaktiv. Aktuell läuft «Freddie – The Exhibition» mit Hunderten Originalobjekten, Musik und persönlichen Erinnerungen von Weggefährten Freddie Mercurys. Anlass ist auch das legendäre Queen-Konzert von 1986 in Budapest. Noch bis 28. Februar 2027. Olof Palme sétány 3–5., Budapest.
House of Music Hungary

Kiscelli Múzeum
Bei akuter Touristenphobie eine Alternative zu den Museen im Burgviertel. In einem ehemaligen barocken Kloster in Óbuda treffen Budapester Stadtgeschichte und Kunst auf einen ziemlich aussergewöhnlichen Ort. Kiscelli utca 108., 1037 Budapest.
Kiscelli Múzeum

Memento Park
Mein persönliches Highlight. Am Stadtrand stehen Statuen und Monumente aus der kommunistischen Zeit, die nach dem Systemwechsel aus Budapest entfernt wurden. Unbedingt an einer Führung teilnehmen. Die Guides zählen nicht einfach Jahreszahlen auf, sondern erzählen von ihren Erinnerungen an den Kommunismus und gehen auf die Interessen der Besucher ein. Balatoni út / Szabadkai utca, Budapest.
Memento Park